STROM LP 180g Vinyl

„Das geheimnisvolle Duo Nullzwo macht schwelgerischen Gitarrenrock, wie man ihn in der deutschen Musiklandschaft lange vermisst hat.“
Jan Wiele
FAZ

„Ein Kleinod in der deutschen Musiklandschaft. Anhören und verlieben.“
Jens Christian Mahnke
atomlabor blog

„Auf „Strom“ erwartet den geneigten Hörer deutsche Rockmusik mit Tiefgang. Keine oberflächliche Fast-Food-Musik, kein tumbes Powerchord-Geschrammel, sondern vielmehr eingängige Melodien, eine sehr gelungene Instrumentierung und intelligente Texte irgendwo zwischen schönen Kindheitserinnerungen und in Melancholie verpackte Geschichten gegen den Alltagstrott oder die menschliche Neigung, die Dinge hinzunehmen, statt sie zum Besseren zu ändern.“
Lars Christian Heil
wegotmusic.de

„Eine Empfehlung für alle, die aus der „Hamburger Schule“ rausfliegen wollen.“
Lothar Brandt
Mint Magazin (06/16)

„Nullzwo setzen der totgeglaubten deutschsprachigen Indiemusik mit ihrem neuen Album Strom den Defibrillator auf die Haut. Ein ziemlich großartiges Album […].“
Martin Spieß
zebrabutter.net

„Hier haben zwei Beteiligte alles mit Bedacht gemacht und ein gut produziertes Album zum Träumen und Nachdenken vorgelegt.“
Bastian Geicken
indieberlin.de

„So oder so“ ist die erste Video-Auskopplung aus dem kommenden Album STROM. Das Lied ist eine melancholische kleine Hymne auf das Leben, nachdenklich-verträumt; ja, man geht, bleibt, schwebt, fällt, findet, vermisst, entscheidet sich fürs eine, gegen das andere – „und dann ist es eben so… ist es so oder so“. Es ist dieses Gefühl, wenn man den Geist schweifen lässt, kurz über den Dingen steht… und im nächsten Moment ist man wieder mittendrin, im bunten Treiben, schaut sich um und möchte am Gesichtsausdruck der anderen erkennen, ob sie nicht gerade auch etwas gespürt haben.“
Bastian Geicken
indieberlin.de

1988

Tettigonia viridissima.

Ich fand einige 31 Jahre alte Negative. Sie zeigen bereits Auflösungserscheinungen. Die Zeit nagte an ihnen und wird als Prozess mit abgebildet. Der Träger der Bildinformation wird sichtbarer, die Bildinformation wird unsichtbarer.

Teuto360 – Der Wald in uns

Der Mensch lebte nie im Wald, sondern in einer Beziehung zum Wald. Wir blicken in ihn wie in einen Spiegel und finden dort vor allem uns selbst. Der Wald wird in der Kunst und Literatur zur Metapher des menschlichen Unbewussten, des Undurchdringlichen, des Angst- und Rückzugsortes der Seele, zur magischen Stätte von Götterverehrung, innerer Verirrung, Einkehr und wilder Leidenschaft. Bei den Deutschen findet dieses Bild eindringlicher Suche nach Identität, nach Verwurzelung und Heimat besonders im Teutoburger Wald seine imaginierte Wirklichkeit.

Teuto360 – Der Wald in uns.

Die Sagengestalt der Wildleute (lateinisch auch „silvani“, die Waldelben) taucht in mittelalterlichen Erzählungen, Wappen oder Stichen als halbmenschliches Wesen auf. Ausgestattet mit Zottelfell, urwüchsiger Kraft, gewalttätiger Gesinnung und roher, sexueller Energie, stellt der wilde Mann ein unerlöstes Bindeglied zum Tier, zur wilden Bestie dar. Die letzten Wilden Männer in Bielefeld wurden um 1880 am Jostberg gesehen.

“Am dritten Tag erschafft Gott die Pflanzen und am vierten Tag werden die Himmelskšörper am Gewöšlbe des Himmels angebracht.”
Genesis, 1. Buch Mose.

Tacitus hat den Norden ungestalt gescholten. Er meint damit nicht nur den vielen Nebel und die lange Dämmerung, er empfindet, daß hier nicht jede Gestalt sonnenklar vor dem Auge steht, daß das Wesentliche hier überhaupt nicht die Gestalt ist, sondern das, was zwischen dem Gestalteten lebt und es umwebt. […] Das aber ist das Waldweben, das Raunen und Rauschen zwischen den Wipfeln, das Dämmern zwischen den Stämmen, das unsichtbare, nur ahnbare Leben und Wachsen insgesamt.“
Hans Weigert, Geschichte der deutschen Kunst

Der personifizierte Waldgott ist heute ein Förster, ein Jäger oder ein Waldbesitzer. Waldgötter sind nicht menschenähnlich, sondern die Waldbesitzer sind gottähnlich. Sie verkörpern heute weitgehend die antike Vorstellung, die sich Menschen von willkürlich und machtvoll handelnden Gottheiten machten.

„Jeanny, komm, come on Steh’ auf bitte. Du wirst ganz nass. Schon spät, komm, wir müssen weg hier, raus aus dem Wald.“
Falco, Jeanny

Schwärme

Der Erscheinung dieser Welt liegt Absichtslosigkeit zugrunde. Die Gestaltung von Formen und Körpern ergibt sich aus der Interaktion mit der sie umgebenden Außenwelt. So ist die Ausprägung eines Fischkörpers auch immer die von ihm erzählte Geschichte von Wasser. Die Schöpfung ist die Erzählung von Verbindungen unbelebter und belebter Materie untereinander. Sie hat einen Anfang, eine Mitte und kein Ende.

Silvae horridae germaniae

„Wälder bedecken das ganze Germanien, sie verbinden die Kälte mit dem Dunkel.”

Plinius der Ältere

Der Teutoburger Wald gilt seit der Romantik als deutsche Seelenlandschaft. Wälder wurden zur Metapher von Wildheit und imaginierter Natur. Doch schon in der Renaissance um 1500 wurde der Wald zur Ikone der Deutschen, die ihre Identität eng mit dem Wald verknüpft sahen und ihn, als er durch Rodungen beinahe verschwunden war, zu einem idealisierten Bild seiner selbst werden ließen, das bis heute fortbesteht. Davon handelt mein 360° Fotorundgang “Teuto360 – der Wald in uns.”

Eröffnung: 01. Juni 2019

Save beauty everywhere III.

Wir können die Welt nur aufgrund von Wahrnehmung und Vernunft erkennen, sagte Immanuel Kant. Allerdings wird unsere Wahrnehmung oft durch Muster und Gewohnheiten bestimmt. So scheint es mir vernünftig, sich nicht an Wahrzunehmendes oder die Wahrnehmung selbst zu gewöhnen.